...der blog ruht gerade, ich arbeite intensiv an neuen büchern...


 

mein erster frühling auf der lübecker altstadtinsel... wenn ich jetzt von a nach b will, muss ich viel zeit einplanen - ich komme nur sehr langsam vorwärts... noch nie habe ich so viele wunderschöne, umwerfend betörend duftende rosen um mich gehabt. zielstrebig unterwegs sein ist mir hier gerade einfach nicht möglich: ich muss an den rosen schnuppern, sie bestaunen - ich kann mich nicht sattsehen, will den duft am liebsten mit jeder faser aufnehmen, manchmal will ich jubeln und vor freude singen, so schön sind diese wunderwerke. neben meinem lieblingsrosenbusch, der duftet wie nichts auf der welt, habe ich einen besonderen stein im boden entdeckt: ein rotes herz... das ist jetzt mein persönlicher glücksbringerort für alle herzenswünsche, zu dem ich meine freunde führe, wenn sie mich besuchen, hier auf der altstadtinsel.

 

heute früh habe ich die arbeit an zwei neuen büchern begonnen. ich liebe diesen moment, wenn man anfängt das, was lange in einem gereift ist, in die welt zu bringen. diesmal werde ich -neuland- an vier projekten gleichzeitig arbeiten. es geht nicht anders, weil alle so in mir brennen und rufen: ich, ich! bin gespannt, wie das wird! 

 


 

okay, ich gebe es frei zu - im stillen habe ich immer ein bisschen geschmunzelt über die leute, die sich glutenfrei ernähren. jetzt habe ich es schwarz auf weiß: ich habe eine fette glutenunverträglichkeit - neben einer ganzen reihe anderer unverträglichkeiten. vieles, das ich liebe, darf ich nicht mehr essen - erstmal für ein paar monate. 

 

also esse ich jetzt vegan-glutenfrei. da alles, was ich eben mal schnell kaufen könnte, entweder irre teuer oder ungesund ist, nicht schmeckt oder alles drei, stehe ich waschechter morgenmuffel nun sogar morgens richtig in der küche und koche... ich lese zum ersten mal in meinem leben kochbücher und ... muss wirklich kreativ werden, damit es mir schmeckt. 

 

heute morgen bin ich nach drei wochen das erste mal zufrieden mit meinem frühstück - abgesehen von dem aufwand - denn es ist superlecker!

 

ich habe frische aprikosen mit getrockneten datteln gekocht und püriert, kochendes wasser dazugegeben und polenta eingerührt, diese dann eine viertel stunde ziehen lassen. frischen oregano gehackt und vermischt, dann geröstete kürbiskerne und etwas tahin darüber. wenn man es saftig mag, kann man etwas hirsemilch dazugeben.


 

ich bin heute erfüllt von dankbarkeit...

 

über meine wärmende heizung, den frischen salat, der mir eben wunderbar gemundet hat, die unfassbar schönen cellosuiten von bach, dass ich mit freunden lachen kann und dass eine kleine kerze aus dem supermarkt an einem grauen tag so freundliches licht schenkt. dass ich lieben kann. dass ich lebe. dass es all die unendlich vielen verschiedenen lebewesen gibt auf dieser welt mitten in diesem unbegreifbar unendlichen universum. und doch sind wir alle aus dem gleichen, unscheinbaren sternenstaub. ist das nicht grandios? wir sollten alle miteinander tanzen und singen, hand in hand, alle gleich, alle so verschieden, alle in frieden, in diesem so kostbaren, fragilen leben!

 

 

 

 


 

so ist es nun mal eben: man kann einen erdbeerschmusi nicht maßvoll zu sich nehmen. ich kann es nicht! er ist so wundervoll köstlich, dass ich immer, immer zu viel davon trinke, so viel zu viel, dass mein bauch gluckert. ich kann ihn nicht trinken ohne leuchtende kinder-staune-augen, ohne kleine seufzer mit kieks, ohne... zu übertreiben. danke, lieber juni, danke du toller markt, danke frau erdbeere, süße dattel und duftender basilikum. wow! ich liebe euch!

 

erdbeerschmusi: ganz viele frische erdbeeren, ein paar getrocknete datteln, etwas frisches basilikum (oder auch minze) - mixe ich mit reismilch (wegen meiner lebensmittelunverträglichkeit, die gerade festgestellt wurde. darüber erzähle ich im nächsten post ein bisschen mehr :-))